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Niedersächsische Tierseuchenkasse

Anstalt des öffentlichen Rechts
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FAQ (Häufig gestellte Fragen)

­Zum übergeordneten Thema
Fragen und Antworten zum Thema Meldung - Meldekarte
Wie beantrage ich eine Registriernummer?
Was passiert, wenn sich im laufenden Jahr der Tierbestand verringert oder die Tierhaltung aufgegeben wird?
Was ist eine nichtmeldepflichtige Betriebsstätte und was bedeutet diese für die Meldepflicht zur Tierseuchenkasse?
Was ist eine Seuchenhygienische Einheit (SE)?
Wann wird die Bestandsmeldekarte und wann wird die Nachmeldekarte verwendet?
Ich habe schon in HIT gemeldet - reicht das?



Wie beantrage ich eine Registriernummer?

Die Beantragung einer Registriernummer erfolgt über das für die Tierhalterin bzw. den Tierhalter zuständige Veterinäramt (Landkreis/Stadt). Jede Tierbesitzerin bzw. jeder Tierbesitzer hat darüber hinaus die Haltung meldepflichtiger Tiere nach § 26 Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) beim Veterinäramt anzuzeigen.

Die Vergabe der Registriernummer erfolgt über die V.I.T. (Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.), Heinrich-Schröder-Weg 1 in 27283 Verden, Tel.: 04231/ 955-10.

Die Registriernummer setzt sich wie folgt zusammen:

276 = EU-Land; hier: Deutschland
03 = Bundesland, hier: Niedersachsen
275 = Landkreis, hier: Schaumburg
031 = Gemeinde, hier: Rinteln
8888 = Betrieb
  276 03 257 031 8888

Wichtig:
Die Registriernummer wird nach dem Standort der Tierhaltung vergeben. Deshalb ist es besonders wichtig den Ort der Tierhaltung, wenn dieser vom Wohnort (Postanschrift) abweicht, mit anzugeben.

Bei Betrieben mit mehreren Standorten erhält grundsätzlich jeder Standort eine eigene Registriernummer.

Bei weiteren Fragen oder zur Beantragung einer Registrier-Nr. wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Veterinäramt.

 

 
Was passiert, wenn sich im laufenden Jahr der Tierbestand verringert oder die Tierhaltung aufgegeben wird?

Wenn eine Tierbesitzerin oder ein Tierbesitzer im laufenden Kalenderjahr ihren bzw. seinen Tierbestand verringert oder die gesamte Tierhaltung aufgibt, werden keine Beiträge erstattet.

Die Tierseuchenkasse erhebt nach § 2 Abs. 1 der Satzung über Erhebung von Tierseuchenbeiträgen 2017 Beiträge pro Tier und Kalenderjahr. Zeitanteilige Beiträge sieht die Beitragssatzung nicht vor.

Vom Gesetzgeber ist vorgesehen, dass Bestandsverringerungen oder Abschaffungen des Tierbestandes nach dem Stichtag unberücksichtigt bleiben. Auch wenn die Tiere nur für einen kurzen Zeitraum im Jahr vorhanden sind, besteht während dieser Zeit das Risiko eines Schadensfalles, welches von der Tierseuchenkasse gedeckt werden muss.

Des weiteren trägt die Tierseuchenkasse auch schadensunabhängie Leistungen (z.B. Ohrmarken, Beihilfen zu den Kosten tierärztlicher Maßnahmen, Tierkörperbeseitigung), die durch die Beiträge finanziert werden.

Die Tierbesitzerin bzw. der Tierbesitzer hat die Möglichkeit, der Tierseuchenkasse auf dem amtlichen Erhebungsbogen (Meldekarte) für den folgenden Stichtag mitzuteilen, dass sich ihr/sein Tierbestand verringert hat (indem sie/er den neuen Stichtagsbestand meldet) bzw. dass die Tierhaltung aufgegeben wurde, indem er auf der Meldekarte das Aufgabedatum einträgt.

Teilt die Tierbesitzerin bzw. der Tierbesitzer bereits im laufenden Beitragsjahr mit, dass keine Tierhaltung mehr besteht, wird automatisch im Folgejahr zum Stichtag keine Meldekarte mehr an sie bzw. ihn versandt.

 

 
Was ist eine nichtmeldepflichtige Betriebsstätte und was bedeutet diese für die Meldepflicht zur Tierseuchenkasse?

Die Einrichtung einer nichtmeldepflichtigen Betriebsstätte bedingt immer einen Hauptbetrieb und mindestens eine untergeordnete Nebenbetriebsstätte.

Nichtmeldepflichtige Betriebsstätten werden vom Veterinäramt mit dem formellen  Registriernummernantrag bei V.I.T. beantragt.

Sowohl für den Hauptbetrieb als auch für die Betriebsstätte(n) ist  jeweils eine Registriernummer in der HIT-Datenbank vorhanden. Die nichtmeldepflichtigen Betriebsstätten erhalten in der HIT-Datenbank einen entsprechenden Betriebstypenschlüssel.

Die Tiere nichtmeldepflichtiger Betriebsstätten werden zur Tierseuchenkasse über den Hauptbetrieb gemeldet. Daher werden für die  nichtmeldepflichtigen Betriebsstätten keine Meldekarten versandt.

Eine nichtmeldepflichtige Betriebsstätte kann nur für rinderhaltende Betriebe eingerichtet werden.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Einrichtung einer nichtmeldepflichtigen Betriebsstätte an das für Sie zuständige Veterinäramt .

 

 
Was ist eine Seuchenhygienische Einheit (SE)?

Als Bestand im Sinne des § 3 der Satzung über die Erhebung von Tierseuchenbeiträgen 2017 gilt die seuchenhygienische Einheit; dies sind alle Tiere einer Art, die räumlich zusammen gehalten oder gemeinsam versorgt werden. Die Eigentumsverhältnisse spielen keine Rolle.

1. Mehrere Tierbesitzerinnen bzw. Tierbesitzer halten gemeinsam Tiere

- es handelt sich um die gleiche Tierart
- die Tiere stehen gemeinsam in einem Stall und/oder erhalten dasselbe Futter
- jede Tierbesitzerin bzw. jeder Tierbesitzer meldet ihre/seine eigenen Tiere unter ihrer/seiner Reg.-Nr. zur Tierseuchenkasse
- jede Tierbesitzerin bzw. jeder Tierbesitzter erhält für ihre/seine Reg.-Nr. einen Beitragsbescheid und zahlt für ihre/seine Tiere Beiträge.

 2. Ein oder mehrere Tierhalter halten Tiere in verschiedenen Ställen

- es handelt sich um die gleiche Tierart
- jede Tierbesitzerin bzw. jeder Tierhalter meldet ihre/seine eigenen Tiere unter ihrer/seiner Reg.-Nr. zur Tierseuchenkasse
- jede Tierbesitzerin bzw. jeder Tierhalter erhält für ihre/seine Reg.-Nr. einen Beitragsbescheid und zahlt für ihre/seine Tiere Beiträge
- es findet entweder ein regelmäßiger Austausch von Tieren (Hin- und Her-Verkehr) zwischen den Ställen statt und/oder die Betreuung aller Ställe erfolgt durch die gleiche(n) Person(en).

Das Vorliegen einer seuchenhygienischen Einheit bedeutet, dass die Tiere aller Standorte zusammen als ein Bestand gelten.

Für die Nachmeldepflicht bedeutet das, nicht jede Bestandsveränderung in den zu einer SE gehörenden Ställen ist nachmeldepflichtig zur Tierseuchenkasse. Dies gilt solange der Gesamtbestand der Tiere aller Standorte (Tierbestand der SE) sich nicht um mehr als 5 v. Hundert oder um mehr als 10 Tiere erhöht.

 

 
Wann wird die Bestandsmeldekarte und wann wird die Nachmeldekarte verwendet?

Die Bestandsmeldekarte (Stichtagsmeldekarte, für 2017 grün) wird ausschließlich zum Melden des Bestandes zum Stichtag 03.01. verwendet. Das heißt, alle meldepflichtigen Tiere, die im Bestand der Tierbesitzerin bzw. des Tierbesitzers am 03.01. vorhanden sind, werden auf der Bestandsmeldekarte angegeben. Auch für verspätete Meldungen zum Stichtag, die nicht termingerecht bis zum 17.01. bei der Tierseuchenkasse eingehen, wird die Bestandsmeldekarte verwendet.

Die Nachmeldekarte (blau) wird ausschließlich von Tierbesitzerinnen und Tierbesitzern benötigt, die bereits zum Stichtag 03.01. gemeldet haben und neu hinzugekommene Tierbestände nachmelden müssen.

Die Nachmeldekarte kann auch für folgende Änderungen verwendet werden:
- Änderung der Bankverbindung
- Änderung der Adressdaten/ des Namens
- Änderung des Ortes der Tierhaltung

Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer, die zum Stichtag 03.01. noch keine Tiere gehalten haben, benutzen zur Meldung Ihres Tierbestands bitte die Neuanmeldekarte, die schriftlich bei der Tierseuchenkasse angefordert werden kann.

Insgesamt ist somit im laufenden Jahr jeweils der höchste Bestand (Bestand zum Stichtag plus Zugänge) zu melden. Dieser Jahreshöchstbestand kann bereits auf der Meldekarte zum Stichtag angegeben werden. Nachmeldungen sind dann nicht mehr erforderlich.

 

 

 
Ich habe schon in HIT gemeldet - reicht das?

Nein. Die Meldung zur Tierseuchenkasse muss gesondert erfolgen.