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Niedersächsische Tierseuchenkasse

Anstalt des öffentlichen Rechts
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Allgemeine Informationen zur Tierkennzeichnung

Die Kennzeichnung der Tiere wird in der Viehverkehrsordnung geregelt.
Nachfolgend finden Sie Informationen zur Kennzeichnung von Schweinen und Einhufer sowie zur Bestellung von Schweineohrmarken.


Informationen über die Viehverkehrsverordnung und die Ohrmarkenbestellung für Rinder, Schafe und Ziegen finden Sie zusätzlich auf der Seite des VIT Verden.

Kennzeichnung der Schweine
Bestellung der Schweineohrmarken
Kennzeichnung der Einhufer


Kennzeichnung der Schweine

Schweine sind gemäß der Viehverkehrsverordnung vom Tierhalter im Ursprungsbetrieb spätestens beim Absetzen mit einer offenen Ohrmarke dauerhaft zu kennzeichnen oder kennzeichnen zu lassen.

Diese Ohrmarke muss

  • so beschaffen sein, dass sie nur einmal verwendbar ist,
  • auf der Vorderseite in deutlich lesbarer schwarzer Schrift auf weißem Grund mindestens folgende Angaben (Ohrmarkennummer) enthalten:
  1. „DE“ für Deutschland
  2. das amtliche Kraftfahrzeugkennzeichen des Landkreises oder der kreisfreien Stadt in dem/der Betrieb registriert ist und
  3. die letzten 7 Ziffern der Registriernummer, die der Tierhalter von seinem zuständigen Veterinäramt erhalten hat.

Die jeweilige Ohrmarkengröße ist der Ohrgröße der zu kennzeichnenden Tiere entsprechend zu wählen. Nach Empfehlungen der Hersteller ist zur Reduktion der Verlustrate die Ohrmarke so anzubringen, dass sich das Lochteil im Innenohr befindet. Da das Dornteil das amtlich bedruckte Teil der Ohrmarke ist, ergibt sich die Vorderseite der Ohrmarke aus der rassetypischen Stellung der Schweinohren: Bei Rassen mit Schlappohren ist das Dornteil die Vorderseite, bei Rassen mit Stehohren ist das Lochteil die Vorderseite. Die Ohrmarke sollte so angebracht werden, dass die aufgedruckte Nummer ohne größere Manipulationen am Tier abgelesen werden kann.

Schweine, die aus einem Drittland (Nicht EU-Land) nach Deutschland eingeführt werden, sind spätestens beim Einstellen in den Betrieb nach den oben angegebenen Vorgaben zu kennzeichnen. Für Schweine, die aus einem Drittland lediglich zur unmittelbaren Schlachtung verbracht werden oder aus einem EU-Mitgliedstaat nach Deutschland eingeführt werden, ist eine erneute Kennzeichnung nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Verliert ein Schwein seine Ohrmarke oder ist die Ohrmarke z.B. durch Verunreinigung oder Kratzspuren unlesbar geworden, so hat der Tierhalter das Tier unverzüglich mit einer seinem Betrieb zugeteilten Ohrmarke neu zu kennzeichnen. Diese Nachkennzeichnungspflicht entfällt für Endmastschweine, die den Betrieb nur noch zur unmittelbaren Schlachtung verlassen und vor dem Verlassen durch einen betriebseigenen Schlagstempel unveränderlich gekennzeichnet werden.

Verstirbt oder verendet ein Schwein, so darf die Ohrmarke durch den Tierhalter nicht ohne ausdrückliche Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes entfernt werden.

Gemäß der Viehverkehrsverordnung hat jeder Schweinehalter die Anzahl seiner gehaltenen Zuchtschweine (inkl. Saugferkel) sowie Mastschweine zum 01. Januar eines jeden Jahres über die HIT-Datenbank zu melden (Stichtagsmeldung). Weiterhin muss bei der Übernahme von Tieren aus anderen Beständen innerhalb von 7 Tagen vom aufnehmenden Betrieb eine sog. Übernahmemeldung erfolgen. Todesfälle oder Abgänge müssen nicht an HIT gemeldet werden.

Die HIT-Meldungen ersetzen nicht die jährliche Stichtagsmeldung des Tierbestandes zum 03. Januar eines jeden Jahres oder die Nachmeldungen bei Bestandsveränderungen an die Tierseuchenkasse.

Bestellung der Schweineohrmarken

Die Schweineohrmarken können von Ihnen über Ihren Beratungs- oder Erzeugerring, Ihr zuständiges Veterinäramt oder direkt online über die Homepage der Niedersächsischen Tierseuchenkasse bezogen werden.

Um die Ohrmarken als Schweinehalter direkt bei der Tierseuchenkasse bestellen zu können, benötigen Sie eine vorherige Registrierung für den Online-Service. Wenn Sie Ihre Stichtagsmeldungen bereits online ausführen, bedarf es hierfür keiner weiteren Registrierung. Nach Eingabe Ihrer Login-Daten kommen Sie über den Reiter „TSK-Online“ (oben rechts auf der Seite) oder den Schnellzugriff (rechts auf der Seite) zu den „Ohrmarkenbestellungen“.

Bei der Artikelauswahl stehen Ihnen unter dem vorausgewähltem Reiter „Kostenlose Optionen“ für die Ferkelohrmarken quadratische, weiße Dornteile (OM-Vorderseiten) in den Größen 24 mm x 24 mm oder 30 mm x 30 mm zur Verfügung. Die Dornteile der Ohrmarken für Zuchtschweine sind ebenfalls weiß und haben eine Torbogenform in der Größe 50 mm x 43 mm. Die Farben der Lochteile (OM-Hinterseite) sind für Ferkel in weiß oder transparent und für Zuchtschweine in weiß erhältlich. Diese Varianten können von Ihnen kostenlos über die Tierseuchenkasse bezogen werden.

Unter dem Reiter „Kostenpflichtige Optionen“ stehen Ihnen neben runden Ferkelohrmarken, verschiedene Farbvarianten für die Lochteile mit und ohne Prägung/Aufdruck zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass die Bestellung dieser Varianten für Sie mit Kosten verbunden ist, die Sie selbst zu tragen haben!

Weiterhin können über das Bestellsystem Ohrmarkenzangen, Ersatzdorne und Adaptersets zum Umrüsten Ihrer bereits vorhandenen Ohrmarkenzangen bezogen werden.

Die Bestellung von Ohrmarken darf nach der Viehverkehrsverordnung den jährlichen Bedarf eines Tierhalters nicht überschreiten. Als jährlicher Bedarf wurde deshalb grundsätzlich festgelegt, dass pro Zuchtschwein, das der Tierseuchenkasse am Stichtag gemeldet wurde, 30 Ferkelohrmarken pro Jahr auf eine Betriebsnummer bestellt werden können. Sollte aufgrund von z.B. mehrerer gemeldeter Betriebsstätten und Registriernummern der Bedarf an Ohrmarken eines Betriebes höher liegen, so kann die Bestellung vorerst trotzdem ausgeführt werden. Jede Bestellung von Ohrmarken wird vorab durch das jeweilig zuständige Veterinäramt geprüft und erst nach dessen Freigabe an den Ohrmarkenhersteller weitergeleitet. Sollte der Bedarf stetig höher liegen, als der im System voreingestellte Wert, so kann durch die Tierseuchenkasse eine dauerhafte Freischaltung höherer Mengen für den Betrieb erfolgen. Hierzu bedarf es eines schriftlichen Antrages gerichtet an die Niedersächsische Tierseuchenkasse, der einen plausiblen Nachweis (Ausdruck aus Sauenplaner) des erhöhten Bedarfes beinhaltet. Den aktuellen Status Ihrer Bestellung können Sie unter dem Reiter „Abgegebene Bestellungen“ jederzeit einsehen. 

Kennzeichnung der Einhufer

Nach dem 01.07.2009 geborene Fohlen von Einhufern (Pferde, Esel, Maulesel) müssen nach EU-Recht und auch nach nationalem Recht mit einem amtlichen Transponder (Chip) gekennzeichnet werden. Die Transpondernummer ist im Equidenpass zu erfassen.

Für Einhufer, für die in der Vergangenheit noch kein Pass ausgestellt wurde und die vor dem 01.07.2009 geboren sind, sind der Equidenpass und die Transponderkennzeichnung nunmehr ebenfalls vorgeschrieben.

Equiden, die vor dem 01.07.2009 geboren wurden und bereits einen Equidenpass besitzen, sind ausreichend gekennzeichnet.

Gemäß der Neufassung der Viehverkehrsordnung (ViehVerkV) vom 03.03.2010 hat der Equidenhalter, d. h. derjenige, in dessen Obhut und Verfügungsgewalt sich das Tier befindet, Fohlen von

  • einem Tierarzt,
  • einer unter Aufsicht eines Tierarztes stehenden Person oder
  • einer sachkundigen Person, unter Aufsicht einer anerkannten Zuchtvereinigung oder internationalen Wettkampforganisation

mit einem amtlich ausgegebenen Transponder kennzeichnen zu lassen. Als sachkundige Personen gelten auch die Brennmeister der Zuchtverbände.

Die amtliche Kennzeichnung muss in jedem Fall mit einem Transponder erfolgen. Der Schenkelbrand kann die Kennzeichnung mittels Transponder nicht ersetzen!

Die Codierung für die letzten 15 Ziffern des Transponders sind einheitlich vorgegeben: 3 Ziffern für Deutschland (276), 2 für die Tierart Einhufer (02) sowie 10 für die individuelle Tier-Nr. Er wird ausschließlich durch beauftragte Stellen ausgegeben, die in jedem Bundesland von der obersten Veterinärbehörde benannt werden! Nach in Kraft treten der Viehverkehrsverordnung wurde in Niedersachsen VIT Verden als transponderausgebende Stelle benannt.

In Niedersachsen übernimmt die Tierseuchenkasse anteilig die Kosten für Transponder sowie Transponderzuteilung in Rahmen der amtlichen Kennzeichnung von Pferden sofern Rechtsvorschriften der EU, des Bundes oder des Landes die Kennzeichnung vorschreiben. Im Zusammenhang mit der Beihilfegewährung für amtliche Transponder prüft die Niedersächsische Tierseuchenkasse in jedem Einzelfall, ob die Pferdehaltung gemeldet und der Beitrag gezahlt wurde. Für das Einsetzen des amtlichen Transponders bzw. das Ausstellen des Equidenpasses werden keine Kosten erstattet.

Beim VIT w.V. in Verden können Zuchtverbände mit Sitz in Niedersachsen und niedersächsische Pferdehalter ihren voraussichtlichen Jahresbedarf an Transpondern bestellen. Zu weiteren Informationen und dem Bestellformular gelangen Sie über diesen Link.

Kontaktinformation

Bei allen Fragen zu Leistungen erreichen Sie uns telefonisch unter

0511/70156-72

Die Geschäftszeiten der Tierseuchenkasse sind 
montags bis donnerstags 
    von 08:00 bis 12:30 Uhr
    und 13:30 bis 16:00 Uhr
sowie freitags 
    von 08:00 bis 12:00 Uhr