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Niedersächsische Tierseuchenkasse

Anstalt des öffentlichen Rechts
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Hinweise zur Aufnahme eines Bestandes für die Berechnung des gemeinen Wertes

Die Richtlinien zur Wertermittlung  gliedern die zu schätzenden Tiere in verschiedenen Kategorien, die jeweils auf unterschiedliche Weise berechnet werden. Deshalb ist es notwendig, bei der Bestandsaufnahme festzulegen, zu welcher Kategorie die zu schätzenden Tiere gehören.
     
Allgemeine Hinweise:
  Generell ist das Lebendgewicht der Tiere zu notieren.
Bei Zuchttieren der Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen sind zudem  die Leistungsdaten  zu erfassen.
     
Spezielle Hinweise für die Bestandserfassung:
1) Schweine
  Bestandsform: Zucht, Mast, gemischt
Verkaufs- und Zukaufsrechnungen des letzten halben Jahres vor der Tötung, falls andere Preise als die lt. Marktnotierung gültigen angewendet werden sollen.
  a) Eber: Kennzeichnung, Zugangs-/Zukaufsdatum, Gewicht
  b) Sauen: Kennzeichnung,  Anzahl Würfe, Tragend, Deckdatum, Gewicht
  c) Zuchtläufer: Gruppenbildung nach Gewicht, Anzahl je Gewichtsgruppe, Gruppengewicht, Geschlecht
  d) Ferkel bis 30 kg: Gruppenbildung nach Gewicht, Anzahl je Gewichtsgruppe, Gruppengewicht, Geburtsdatum bzw. Lieferdatum, Ferkelkategorie (Ferkel 25 kg, Systemferkel 8 kg), weibliche Zuchtferkel, Börge (Kastrate aus der Jungsauenvermehrung), Verkaufs- und Zukaufsrechnungen
  e) Läufer 30 – 99 kg: Gruppenbildung nach Gewicht, Anzahl je Gewichtsgruppe, Gruppengewicht, Gewogen (ja/nein), Börge, Datum Geburt, Datum Einstallung
  f) Mastschweine ab 100kg: Gruppenbildung nach Gewicht, Anzahl je Gewichtsgruppe, Gruppengewicht, Gewogen (ja/nein), Börge, Datum Geburt, Datum Einstallung
     
2) Schafe/ Ziegen
  Rasse erfassen, Anzahl Muttern im Bestand
  a) Böcke: Kennzeichnung, Geburtsdatum/Alter, Körung ?, Zuchtwertzuschläge ?
  b) Muttern: Anzahl, Alter in Jahren, Trächtigkeit wie lange ?, seit wann Bock bei der Herde ?, Herdbuch ?
  c) Lämmer: Anzahl gesamt,
     
3) Geflügel
  Art, Produktionsziel (Eier, Kükenaufzucht, Eintagsküken, Ziergeflügel, Elterntiere)
  a) Mastgeflügel: übliches Endgewicht mit Belegen, Anzahl der Tiere  aus Stallkarten, Einkaufsrechnung und Lieferschein,
  b) Brütereien: Küken geimpft ?, Geflügelart, Verkaufsbelege der letzten 6 Monate
  c) Legehennen: Einstalldatum, Einstallalter, Anzahl der Tiere  aus Stallkarten, Einkaufsrechnung und Lieferschein,
  d) Elterntiere der Legehennen wie c), sonst wertrelevante Daten des Betriebes
  e) Rassegeflügel: Alter in Wochen, Rasse
  f) Ziergeflügel: aktuelle Marktpreise mit Bestätigung des Landesverbandes
     
4) Milch-Rinder
  Daten, die im HI-Tier und auf der Homepage der Tierseuchenkasse vorhanden sind, werden hier nicht weiter aufgeführt.
  a) Kühe: 305-Tage- Eiweißleistung des Einzeltieres oder der Herde, Exterieureinstufung ( Punkteeinstufung), Belegdatum, RZG von Besamungsbulle, Qualitätsmängel
  b) Nachzucht: 305-Tage-Eiweißleistung der Mutter oder der Herde; Exterieureinstufung ( Punkteeinstufung) der Mutter, Belegdatum, RZG von Besamungsbulle, Qualitätsmängel
  c) Zuchtbulle: Qualitätsmängel
  d) Milchmastkälber, Fresser: Daten aus HI-Tier, Qualitätsmängel
     
5) Mastrinder: Gruppenbildung nach Gewicht , abweichende Notierung, Mastendgewichte über 650 kg mit Belegen, Qualitätsmängel
     
6) Fleischrinder
  Herdbuchzucht ? , Findet Direktvermarktung statt ?, Qualitätszuschläge ( Belege ), Körnoten Typ+Skelett, auch der Eltern, wenn keine eigenen,
Welche Rasse ?, Bei Kreuzungen: welche Rassen beteiligt ?
  a) Kühe und Rinder 18-33 Monate: Deckdatum, Qualitätsmängel
  b) Deckbulle: Körung?, RZF , Körnoten, Qualitätsmängel
  c) Jungtiere 9 – 17 Monate: Vergleichsrasse,
  d) Kälber bis 8 Monate: s.o.