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Niedersächsische Tierseuchenkasse

Anstalt des öffentlichen Rechts
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Presseinformation - 50 Jahre Niedersächsische Tierseuchenkasse

Seit 50 Jahren im Dienst der Tiergesundheit - die Niedersächsische Tierseuchenkasse feiert Jubiläum

Mit einem Festakt auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Großgoltern wurde am 25.08.2016 die Einrichtung der Tierseuchenkasse durch den Niedersächsischen Landtag vor 50 Jahren gefeiert. Neben dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer, der parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundeslandwirtschaftsminister, Dr. Maria Flachsbarth, und Landtagsabgeordneten nahmen auch rund 220 Gäste aus den kommunalen Veterinärbehörden und Kreislandvolkverbänden sowie den kooperierenden Verbänden und Wirtschaftsunternehmen teil.

Ehrengäste der 50-Jahrfeier
Foto: Land & Forst

Der Vorstandsvorsitzende der Tierseuchenkasse, Heinz Korte, verdeutlichte in seiner Rede die Entwicklung der Tierseuchenkasse zum Dienstleister für die Landwirtschaft. „Gleichzeitig stellt die Tierseuchenkasse einen wichtigen Anteil der Finanzen für die staatliche Tierseuchenbekämpfung sicher. Insbesondere die freiwillig finanzierten Maßnahmen zeugen von verantwortungsvollen Tierhaltern, die die Förderung der Tiergesundheit im Vordergrund sehen“, so Korte. So wurden z.B. auf Initiative des Landvolks und anderer Tierhalterverbände sowie mit vorwiegender Finanzierung durch die Tierseuchenkasse zwei Seuchen-Vorsorgegesellschaften eingerichtet, die Kapazitäten zur schnellen und tierschutzgerechten Tötung von Tieren vorhalten.

Zum runden Geburtstag gratulierte auch Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer: „50 Jahre Tierseuchenkasse: Das ist insbesondere deshalb ein besonderer Grund zum Feiern, weil es in Erinnerung ruft, wie unerlässlich vorbeugende Maßnahmen sind, um Tierseuchen erst gar nicht entstehen zu lassen oder sie zumindest so schnell wie möglich einzugrenzen. In diesem Bereich hat die Tierseuchenkasse immer wieder ihr großes Engagement unter Beweis gestellt – sei es bei Untersuchungsprogrammen, sei es bei Impfmaßnahmen oder Forschungsprojekten für die Tiergesundheit.“ Besonders wies der Agrarminister auf die gemeinsamen Anstrengungen der Tierseuchenkasse und des Landes im Kampf gegen das Rinderherpesvirus BHV1 hin: „Beide haben – unterstützt durch den außerordentlichen Einsatz der Tierhalter, Tierärzte und Veterinärbehörden – mit einer Investition von mehr als 170 Millionen Euro erreicht, dass Niedersachsen von der EU nunmehr als BHV1-frei anerkannt ist. Das ist ein großer Erfolg.“

Dr. Ursula Gerdes, Geschäftsführerin, führte aus, dass die Niedersächsische Tierseuchenkasse ihre Arbeit 1966 als neu geschaffene Anstalt des öffentlichen Rechts aufnahm. Sie entschädigt Tierhalter, deren Tiere aufgrund einer Tierseuche getötet werden mussten oder verendet sind. Außerdem hat die Tierseuchenkasse 60 Prozent der Kosten für die Tierkörperbeseitigung zu tragen und kann freiwillig vorbeugende Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen wie Impfungen und Untersuchungen finanzieren. Inzwischen werden jährlich mehr als 34 Millionen Euro, das sind 80 Prozent der Gesamtmittel, für Maßnahmen ausgegeben, die die Früherkennung ermöglichen oder die Ausbreitung von Tierseuchen verhindern.

Um dieses wichtige Instrument der Tierseuchenbekämpfung zu finanzieren, sind alle Besitzer und Besitzerinnen von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Geflügel und Pferden verpflichtet, ihre Tiere bei der Tierseuchenkasse zu melden und jährlich einen Beitrag zu zahlen. 15 Prozent der Mittel stellen die Länder Niedersachsen und Bremen bereit.  

Die Bekämpfung von Tierseuchen in Niedersachsen war in den letzten fünf Jahrzehnten sehr erfolgreich. So gelang es nicht nur, die Schweinepest, die Blauzungenkrankheit oder Herpesvirusinfektionen bei Schweinen und Rindern, sondern auch  Tierseuchen, die auf den Menschen übertragbar sind, wie Tuberkulose, Brucellose oder Vogelgrippe vollständig einzudämmen. Nicht zuletzt dank einer engen Kooperation mit den Veterinärbehörden ist Niedersachsen seit vielen Jahren frei von diesen hochansteckenden Tierseuchen.